Mammobil in Bad Essen am Rathaus
„Die regelmäßige Teilnahme kann dazu beitragen, Menschenleben zu retten. Wir rufen deshalb alle Frauen dazu auf, die gebotene Chance auch wirklich zu ergreifen“, machten die Gleichstellungsbeauftragten Anke Hamker (Bad Essen), Karin Helm (Bohmte) und Jutta Anton (Ostercappeln) mit Nachdruck deutlich.
Das Mammographie-Screening-Programm wurde bereits sehr erfolgreich etabliert. So liegt die Teilnahmerate in dieser Region mit 70 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Besonders erfreulich: Die Frauen aus dem Altkreis Wittlage nahmen die Einladung in der Vergangenheit zu 72 Prozent an.
Alle zwei Jahre werden die Anspruchsberechtigten Frauen zur Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm eingeladen. Neu ist die Erhöhung der Altersgrenze auf 75 Jahre. „Wir wollen bereits die Frühstadien finden. Es geht um die Frauen, die keine Beschwerden haben und klinisch unauffällig sind. Der Vorteil für die Frauen ist hierbei sehr groß: Je früher wir Hinweise auf ein Karzinom finden, desto besser, weil dann die Heilungschancen sehr hoch sind und eine schonende Therapie durchgeführt werden kann“, erläutert Dr. Clemens Walther, der programmverantwortliche Arzt von der Praxis Drewes + Partner aus Osnabrück. Der Vergleich mit den schon vorliegenden Mammographien der letzten Runde werde die diagnostische Sicherheit erheblich erhöhen, sagte der Mediziner weiter und fuhr fort: „Gleichzeitig wird die Notwendigkeit zur Abklärung von Veränderungen zurückgehen und sich die Prognose von neu entdeckten kleinen Tumoren weiter verbessern. Es ist wichtig, dass auch weiterhin möglichst viele Frauen diese Chance der Gesundheitsvorsorge nutzen.“
In den vergangenen Wochen haben die Gleichstellungsbeauftragten aus Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln örtliche Geschäfte und Einrichtungen aufgesucht, um über das Mammobil und seinem Sinn und Zweck zu informieren. Zur Unterstützung der Plakate hatten sie zahlreiche pinkfarbene BHs dabei, um auch sichtbar auf das Anliegen aufmerksam zu machen. "Die BHs sollen als "eyecatcher" funktionieren und wir freuen uns über jede Einrichtung, die uns unterstützt und Plakate mit Büstenhaltern aufhängt", so Anke Hamker von der Gemeinde Bad Essen.
200 pinkfarbene BHs hatten die Gleichstellungsbeauftragten über die ostfriesischen Landfrauen erhalten, die mit diesen Hilfsmitteln für die neuen Altersgrenzen gekämpft hatten.
Das Mammobil wird bis Ende Juli 2025 am Rathaus Bad Essen zur Verfügung stehen.
© Wittlager Kreisblatt (Jana Derksen)
v. links: Andreas Kamphaus (kaufm. Leiter der Praxis Drewes + Partner), Jutta Anton (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Ostercappeln), Anke Hamker (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Bad Essen), Karin Helm (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Bohmte)